Phishing

Cybersecurity, Human Risk Management

Trainieren Sie Ihre Teams im Tempo realer Bedrohungen

Zuletzt aktualisiert am: 30. Juni 2026 · 4 min read

Angreifer benötigen keine schlecht gestalteten Phishing-Templates mehr.

Sie können den Tonfall eines Lieferanten kopieren, ein Business-Tool nachahmen, einen bekannten Arbeitsablauf spiegeln und die Nachricht so lange anpassen, bis sie unauffällig wirkt. Im Webinar SoSafe Live | In Action – Securing The AI Workplace erklärte Jasmine Jalava, Product Marketer bei SoSafe, wie Angreifer Tausende von kleinen Variationen testen können, bis eine davon erfolgreich die Filter umgeht und die Person, die sie empfängt überzeugt.

Die Geschwindigkeitslücke ist bereits sichtbar. Das Playbook zur adaptiven Verteidigung von SoSafe hat ermittelt,dass durchschnittliche Organisationen ganze 19 Tage benötigen, um ihre menschliche Verteidigung zu aktualisieren, während sich KI-gesteuerte Angriffe in Sekundenschnelle ändern können. Derselbe Report ergab außerdem, dass 97 % der Sicherheitsverantwortlichen die KI als Haupttreiber für die jüngste Zunahme der Komplexität von Bedrohungen ansehen.

Das verändert das Security-Training.

Jahrelang basierte die Phishing-Awareness auf sichtbaren Warnzeichen: schlechte Grammatik, seltsame Formatierungen, merkwürdige Absendernamen und fehlerhaftes Branding. Diese Hinweise gibt es immer noch, aber sie allein reichen nicht mehr aus.

Mitarbeitende fragen nicht mehr nur: „Sieht das verdächtig aus?“ Immer öfter fragen sie: „Ist das echt?“

Generische Phishing-Templates veralten schnell

Herkömmliche Simulationen können immer noch nützliche Verhaltensweisen vermitteln. Sie greifen jedoch zu kurz, wenn das Szenario kaum einen Bezug zur tatsächlichen Arbeitsweise eines Teams hat.

Während des Webinars zeigte Harry, Head of Solution Engineering bei SoSafe, einen Phishing-Köder im OpenAI-Stil. Die E-Mail versprach ChatGPT-Tokens und richtete sich an ein technisches Publikum. Sie sah professionell aus, nutzte ein Thema, das Entwicklungsteams vertraut war, und spielte mit der ständigen Suche nach besseren Tools.

Dieses Level an Kontext macht den Köder glaubwürdig. Ein unternehmensweites Template kann nicht all diese Nuancen abbilden.

Die Lücke entsteht, wenn ein Team eine neue Bedrohung analysieren, manuell nachbauen, übersetzen und eine Kampagne vorbereiten muss und diese erst Wochen später starten kann. Bis dahin haben die Mitarbeitenden möglicherweise bereits eine neuere Version in ihren Posteingängen.

Echte Beispiele nutzen, bevor sie veraltet sind

Mit SoSafe Recreate Attack können Teams einen Screenshot einer Phishing-Mail erstellen und ihn als Ausgangspunkt für eine Simulation verwenden. Sie benötigen keine EML-Datei. Sie laden das Bild hoch und das System extrahiert den Text, identifiziert visuelle Elemente, stellt die Struktur wieder her und bietet bei Bedarf Unterstützung bei der Übersetzung. Es bewertet auch den Schwierigkeitsgrad, sodass das Szenario für die richtige Zielgruppe verwendet werden kann.

Recreate Attack

Bösartige Links werden durch eine SoSafe-Lernseite ersetzt, sodass Mitarbeitende das Szenario sicher üben können.

Es nimmt den Teams zudem Arbeit ab, die sie verlangsamt. Sicherheitsteams müssen keine HTML-Blöcke nachbauen oder jedes Designdetail manuell kopieren. Eine echte Phishing-Attacke kann in weniger als fünf Minuten in eine unternehmensweite Simulation umgewandelt werden.

Szenarien auf Basis des Unternehmenskontexts erstellen

Teams müssen nicht warten, bis ein Angriff geschieht.

Mit dem SoSafe AI Simulation Studio können Sicherheitsteams ein Szenario per Prompt erstellen, den Schwierigkeitsgrad anpassen und es in die unterstützten Sprachen lokalisieren. Dies ist hilfreich, wenn Teams die volle Kontrolle wünschen und eine Simulation benötigen, die auf den Kontext ihrer Organisation zugeschnitten ist.

Am nützlichsten sind Simulationen, die den Personen, die sie erhalten, plausibel erscheinen.

Ein gefälschtes Richtlinien-Update eignet sich für die Personalabteilung oder Compliance-Teams. Eine reisebezogene Nachricht ist möglicherweise für Mitarbeitende, die häufig reisen, relevanter. Der Köder funktioniert, weil er sich das Vertrauen aus dem normalen Arbeitsalltag zunutze macht.

Die Multi-Channel-Simulationen von SoSafe ermöglichen gezielte Ansprachen über Kanäle wie E-Mail und SMS hinweg, mit Szenarien, die auf Rolle, Verhalten und Risikoprofil basieren.

Realismus darf nicht zur Falle werden

Realistische Simulationen können nach hinten losgehen, wenn sich Menschen ertappt fühlen.

Mitarbeitende brauchen sichere Übungsmöglichkeiten, klares Feedback und Beispiele, die ihnen helfen, beim nächsten Mal eine bessere Entscheidung zu treffen. Eine Simulation sollte die Person mit dem Gedanken zurücklassen: „Ich kann mir vorstellen, wie das bei meiner Arbeit passieren könnte.“

Deshalb ist die Nachbereitung so wichtig. Wenn jemand mit einer Simulation interagiert, erklärt die Lernseite, was passiert ist und worauf beim nächsten Mal zu achten ist. Der Tonfall muss unterstützend sein, nicht strafend.

Gemeldete E-Mails können ebenfalls Teil des Lernkreislaufs werden. Mit dem Phishing-Meldebutton von SoSafe können Mitarbeitende verdächtige E-Mails direkt aus ihrem Posteingang melden. Diese Meldungen erscheinen in der Threat Inbox, wo Sicherheitsteams sie überprüfen, dem Meldenden Feedback senden und gegebenenfalls die gemeldete E-Mail in eine Phishing-Simulation für die passende Zielgruppe umwandeln können.

Das gibt Teams eine praktische Möglichkeit, vom reinen Melden dazu überzugehen, Erkenntnisse zu gewinnen und Gelerntes zu verstärken. Mitarbeitende teilen mit, was sie sehen. Sicherheitsteams überprüfen die Hinweise. Das Unternehmen wandelt reale Aktivitäten im Posteingang in gezielte Übungen um.

Die Bedrohung trainieren, solange sie noch erkennbar ist

Angreifer passen den Wortlaut, den Kanal und den Kontext an. Das Training muss sich eng an denselben Bedingungen orientieren.

Das bedeutet, aktuelle Beispiele zu verwenden, Teams nach Rolle und Verhalten gezielt anzusprechen, schnell Feedback zu geben und Sicherheitsteams dabei zu helfen, voranzukommen, ohne jede Kampagne von Grund auf neu erstellen zu müssen.

Mitarbeitende müssen nicht allem gegenüber misstrauisch sein. Sie müssen im richtigen Moment innehalten, den Kontext prüfen, über einen vertrauenswürdigen Weg verifizieren und es melden, wenn sich etwas seltsam anfühlt.

Für Sicherheitsteams bedeutet das weniger manuelle Arbeit an Templates. Mitarbeitende erhalten Übungen, die ihrem realen Posteingang stärker ähneln. Organisationen erhöhen die Chance, dass verdächtige Nachrichten hinterfragt werden, bevor sie zu Vorfällen werden.

Trainieren Sie Ihre Teams mit den Angriffen, die echte Postfächer erreichen, nicht mit den generischen Templates von gestern.

Den KI-Arbeitsalltag sicher machen

Watch the SoSafe team demo practical workflows for the AI workplace, from recreating real attacks as simulations to turning AI policies into interactive lessons.

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